Feedback Kinder und Pädagogen

Liebensbriefe Feedback Kinder und Pädagogen

Feedback
Kinder und Pädagogen

Grundschule Mühlried
Wir machen schon das 2. Mail dieses Projekt und sind unendlich begeistert. Sowohl die Lehrer als auch die Schüler! Vielen, vielen herzlichen Dank für so viel Kreativität, Engagement, Motivation und trotzdem große Freiheit in der Ausführung des Projekts! Die Liebensbriefe sind Spitze!
Steffi Ziegler, Grundschule Mühlried


Feedback der an dem Projekt beteiligten Mühlrieder Kinder

“Das bedeutet, dass man sich an Menschen erinnern kann, die gestorben sind.”
“Das wie sie lieb haben und sie in unserem Herzen sind.”
“Zeit zum Nachdenken.”
“Wir vergessen sie niemals, weil sie in unserem Herzen sind.”
“Dann kann die Sanny von oben die Bilder sehen.”
“Wenn es flattert, dann wird es vom Wind angeschest und dann kann sie es sehen.”
“Man sieht es ohne flattern von oben nicht.”
“Wir haben den Brief geschrieben, das waren unsere Gedanken und die bläst es dann nach oben.”
“Dadurch, dass das Papier so leicht ist, kann es nach oben fliegen.”
“Wenn der Wind das Blatt anschobst, muss die Frau Knabe gar nicht mehr traurig sein, dass sie gestorben ist, weil sie weiß, dass wir an sie denken.” (Frau Knabe war eine Klassenlehrerin an der Grundschule Mühlried. Sie ist im Januar 2014 bei einem Autounfall tödlich verunglückt).
“Und die Sanny hört uns gerade reden.”


Städt. Hort, Integrationseinrichtung Droste-Hülshoff-Str. 3 + 9, München

Sehr viel Offenheit und Interesse der Kinder.
Gar kein schwieriges Thema – Erwachsene denken manchmal zu viel!
Kinder im Hort haben leider viele Termine, eine längere Zeit für’s Projekt wäre schöner gewesen.
Sonja Eckart, Hort 1. bis 4. Klasse


Haus für Kinder, Lerchenauer Straße, München

Kindergarten:
Die Kinder hörten gespannt der Geschichte vom Dachs zu. Anschließend berichteten sie von verstorbenen Opas, Haustieren. Auch von Kreuzen, Grabsteinen und Friedhöfen erzählten sie. Manche erzählten von Engeln und was passiert nach dem Tod. “Meine Oma ist jetzt ein Engel.”

Beim anschließenden malen war es sehr still, die Kinder arbeiteten konzentriert. Ein Kind reagierte auch emotional wegen der Familiensituation. Das Thema berührte die Kinder.

Hort:
Die Kinder finden zur Zeit viele tote Insekten auf dem Schulhof. Anhand dessen war es nicht schwer in das Thema einzusteigen. Die meisten Kinder haben ihre Gefühle sehr gut ausdrücken können, da sie entweder in dem Familienkreis oder im breiteren sozialen Umfeld mit dem Tod konfrontiert worden sind. Auch haben sie von verstorbenen Haustieren, Ängsten und Unsicherheiten erzählt.
Jedoch auf die Frage “was kommt nach dem Tod?” kippte die Stimmung ins positive um. Die Kinder haben Frühlicht von einem schönen Himmel und einem guten Gott erzählt, wo alle was zum Essen und Anziehen haben. Es gibt viele schöne Spielplätze dort und man streitet nicht.
Anschließend haben sie konzentriert gemalt bzw. geschrieben. Währenddessen fand ein verbaler Austausch über das gemalte bzw. geschrieben Bild statt.
Maria Hausinger, Marianne Markovic, Haus für Kinder Lerchenauer Straße


Feedback der beteiligten Kinder vom Haus für Kinder:

“Die Tiere kommen in die Unterwelt” (6 Jahre)
“Ich wollte meiner Oma noch was sagen und da war sie plötzlich tot.” (9 Jahre)
“Ich möchte nicht sterben, aber möchte in den Himmel gehen um die Oma zu sehen” (9 Jahre.” (9 Jahre)
Zwei Tage später: “Danke, dass Du mit uns das Projekt machst, ich gehe mit meiner Mutti nächsten Dienstag auf den Friedhof zum Grab meiner Uroma.” (9 Jahre)


Städt. Kindergarten, Von-Frays-Straße

Kinder erzählen über Schnecken, Käfer, einen toten Vogel den sie in unserem Garten gesehen haben. Sie berichten über ihre Haustiere die krank waren und gestorben sind – “mein Hase ist jetzt im Tierhimmel.”
Einige Kinder erzählen von ihren verstorbenen Großeltern oder ihrer Arome die nicht mehr lebt. Manche haben auch zu Hause Fotos angeschaut (mit ihren Eltern zusammen) die ihre Großeltern zeigen, die schon lange gestorben sind.


Kindertagesstätte Bingenerstraße, München

Wir haben das Projekt mit dem Bilderbuch “Abschied vom Opa Elefant” eingeführt und die Kinder haben das Projekt sehr gut angenommen. Den Kindern, die noch keine Erfahrungen mit dem Tod gemacht hatten ist es etwas schwerer gefallen Wünsche zu malen. Den Kindern, wo in der Familie schon jemand gestorben war ist es leichter gefallen. Manche Kinder hat das Projekt auch sehr betroffen und nachdenklich gemacht.
Ich persönlich finde das Projekt sehr schön und sehr gut.
Mandy Kampenhaus, Kindertagesstätte Bingenerstraße


Berner Hort, München

Der Zeitpunkt für das Projekt gleich zu Schulbeginn war leider etwas ungünstig. Die Durchführung selbst verlief dann sehr unkompliziert und dem Thema angemessen. Die Kinder sind das Thema mit dem nötigen Respekt, viel Interesse, Ruhe, aber auch sehr verständnisvoll angegangen. Die Kinder haben sich auch danach noch unter 4 Augen über ihre Erfahrungen, Gefühle und Gedanken unterhalten. Ein Hauptthema war das Aussterben von Tieren und Pflanzen durch die Umweltverschmutzung. Diesbezüglich zeigten die Kinder auch ein sehr fundiertes Fachwissen. Einige Kinder öffneten sich auch für den Verlust von Freunden oder nahen Verwandten. Die Kinder konnten klar und deutlich kommunizieren: wen sie vermissen und wie sehr.
Durch das Schreiben und darüber sprechen kam das Gefühl auf: IN DER TRAUER GETRAGEN ZU SEIN.
Ute Krug, Aileen Schopper, Berner Hort


Montessori Kinderhaus, Agnes-Bernauer-Platz, München

Es ist mir etwas schwer gefallen, von mir aus das Thema an die Kinder heranzutragen. Zur Einführung habe ich dann das Buch “Über den großen Fluß” vorgelesen. Die Kinder fühlten sich “berührt” und angesprochen. Fast alle Kinder konnten über persönliche Erfahrungen sprechen und die damit verbundenen Gefühle, die Trauer, die guten Erinnerungen verbalisieren. Diese Erfahrung war sehr berührend für mich. Ich könnte mir vorstellen, Folien und Stifte im Kindergarten zu haben, um mit Liebensbriefen direkt zu “reagieren”, wenn das Thema sehr präsent in der Gruppe ist (wie es bei uns vor den Sommerferien war).
Die Kinder hatten das Bedürfnis, in ihren Briefen mitzuteilen, welche Veränderungen es in der Familie gegeben hat, wie Umzug, familiäre Veränderungen. Einige Kinder malten auf, was sie mit der verstorbenen Person verbanden, was diese besonders gern mochte, besonders gut konnte. Einige wollten ihre Gefühle für die Person ausdrücken, andere ihre Vorstellungen darüber, wie die Person “im Himmel” ist. Das Thema “Abschied nehmen” war für einige Kinder sehr wichtig. Den Brief erkannten sie als Möglichkeit, diesen Abschied nachzuholen, bzw. Kontakt aufzunehmen.
Doris Wöllenstein-Jakobeit, Montessori Kinderhaus München


Montessorischule Gilching

Wir haben das Thema über Religion eingeleitet und vor dem Briefe schreiben haben wir das Buch “Tschüss Oma” gelesen und anschließend in kleinen Gruppen über den Tod philosophiert. Nur sehr wenige Kinder haben noch gar keinen Tod miterlebt – weder bei Tieren noch bei Angehörigen. Die Kinder hatten einen großen Redebedarf.
Das Material “Blindenfolie” kam gut an. Ein spannendes Medium so ganz weiß in weiß. Man hat sehr schnell ein Bild fertig, manche Kinder waren schon nach 10 Minuten mit ihrem Bild fertig. Nach der Aktion waren die Kinder platt und reif für eine Pause. Daran haben wir gemerkt, wie intensiv die Kinder dabei waren und wie sehr sie sich beteiligt hatten. Alle Kinder wollten einen Flyer mitnehmen, bin gespannt wie viel noch die Ausstellung besuchen werden.
Tina Mair, Lehrerin Montessorischule Gilching


Städt. Hort, Alfonsstraße, München

Bei den Kindern entstand ein großes Bedürfnis über den Verlust eines geliebten Menschen (meist Großeltern) oder eines geliebten Tieres zu sprechen. Philosophische Frage: “Jemand ist erst tot, wenn niemand an einen denkt. Stimmt das?” Die Kinder reagierten sehr emotional auf das Thema.
Aussagen der Kinder: “Gestorbene Menschen und Tiere sind glücklich und sitzen im Himmel auf den Wolken.” “Sie sind zwar tot, aber in unserem Herzen leben sie noch.”
Frau Kraus, Frau Grill Erzieherinnen im Hort

 

„Das einzig wichtige im Leben sind Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir Abschied nehmen.“
Albert Schweizer

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