Liebensbriefe

Projekt Liebensbriefe Illustration

L iebensbriefe®

startseite_2sind von der Grundidee her ein Wortspiel zwischen Liebes- und Lebensbriefen. Liebensbriefe ist ein Non-Profit-Projekt des Instituts für Kreativität und Pädagogik in München. Konzeptionell entwickelt, designt und organisiert wurde es von Marielle Seitz, der Leiterin des Instituts. Das Projekt ist durch das Marken- und Urheberrecht geschützt.

Liebensbriefe schreiben und zeichnen Kinder an Menschen, die nicht mehr hier auf Erden sind. Das Zeichnen der Liebensbriefe ist eine sinnliche und sinnvolle Kommunikation zwischen Kindern und verstorbenen Menschen. Außerdem veranschaulicht es das existenzielle Thema „Tod“ im Leben der Kinder und ihrer Familien. Dabei sind Kinder aller Glaubensgemeinschaften angesprochen. Durch die Darstellung im Bild lassen uns die Kinder an ihren Fragen und Wünschen, ihren Ängsten und Hoffnungen teilhaben.

Das Projekt Liebensbriefe ist als Soziale Plastik im Sinne von Joseph Beuys zu verstehen. Es zeigt den beteiligten Kindern und Besuchern der Ausstellungen einen neuen, lichten, phantasievollen und offenen Weg, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Wenn Kinder dem Tod begegnen, fehlen ihnen häufig Worte, um über ihre Gefühle sprechen zu können. Mit der hier vorgestellten neuen Praxis finden Kinder einen Weg, ihre Fragen, Phantasien und Ängste zu verbalisieren und sich darüber in der Familie auszutauschen. Die von Kindern gemalten und geschriebenen Bilder spenden Trost und sind anregend für den Umgang mit Trauer. Das Buch basiert auf dem Kunstprojekt „L(i)ebensbriefe“. Die von den Kindern gestalteten Briefe werden luftig aufgehängt präsentiert und bringen die Besucher der Ausstellungen ins Gespräch über Tod und Trauer. Sie vermitteln Trost und trotz des eigentlich traurigen Themas, gibt viele heitere Momente. Das Buch hat einen großen Bildteil mit vielen Kinderbriefen.

Künstlerisches Konzept und Realisierung

Die Aktion Liebensbriefe wurde von Marielle Seitz, Leiterin des Instituts für Kreativität und Pädagogik erstmals an Allerheiligen 2013 unter Beteiligung von 1000 Kindern mit großem Erfolg und öffentlichem Interesse auf einem Städtischen Münchner Friedhof durchgeführt.

Das Projekt erhielt 2014 die Förderung über den Kulturfonds Bayern  www.km.bayern.de

„Die Erinnerung ist das einzige Paradies,
aus dem wir nicht vertrieben werden können.“
Jean Paul

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